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Die erneute Provokation von Neofaschisten während des »Augsburger Friedensfestes« ist gescheitert. Nur rund zehn Anhänger konnten der frühere NPD-Aktivist Roland Wuttke und seine »Bürgerinitiative Ausländerstopp« am Dienstag in Augsburg mobilisieren. Rund 400 Jugendliche zeigten den Rechten lautstark, dass sie in der Stadt nicht erwünscht sind.

Zu der antifaschistischen Demonstration aufgerufen hatten die ver.di-Jugend und die SDAJ Augsburg. Die Jugendlichen versammelten sich vor dem Gewerkschaftshaus und zogen dann durch die Innenstadt, am Theater vorbei zum Rathausplatz. Die Stimmung war ausgelassen und kämpferisch, Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaftsjugend und der SDAJ ergriffen das Wort. Zudem übertönten die DemonstrantInnen lautstark die Parolen der Neonazis.

Für die SDAJ erklärte Matze in seinem Redebeitrag: »So, wie die NSDAP damals ihre Politik für die Deutschen Banken und Konzerne gemacht hat, tun das die meisten unser Volkszertreter heute auch. Die Konzerne profitieren von ständigen Steuererleichterungen, Hartz IV, Leiharbeit und den Auslandseinsätzen der Bundeswehr – und das auf unsere Kosten. Während die reichsten ein Prozent immer reicher werden, ist die Zahl der Menschen, die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können, in diesem Land so hoch wie noch nie.« An dieser Situation setze die AfD an und präsentiere einen »Schuldigen«: die Flüchtlinge. »Durch ihre Demagogie verschleiert sie den Klassenwiderspruch und spaltet uns. Die AfD lenkt bestehenden Unmut in eine, für den Kapitalismus ungefährliche Richtung«, so der SDAJ-Redner. »Also lasst uns gemeinsam für unsere Rechte kämpfen, in den Gewerkschaften, den Schulen und in den Betrieben. Nur so können wir den Rechten Rattemfängern aus AfD,CSU und BIA ihr schmutziges Wasser abdrehen.«

Die Stadt hatte das Treiben der Neonazis toleriert. Es habe keine Möglichkeit gegeben, die Zusammenrottung der Faschisten zu verhindern, behauptete Ordnungsreferent Dirk Wurm (SPD) gegenüber die »Augsburger Allgemeinen«. Die Quittung für die Untätigkeit bekamen die Behörden am Rande des traditonellen »Friedensmahls« auf dem Rathausplatz, als vermutlich Aktivisten der »Identitären Bewegung« ein Transparent am Perlachturm herabließen. Wer Nazis ignoriert, macht sie nur stärker.

 

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