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Gunter Demnig verlegt die ersten Stolpersteine AugsburgsSeit 1997 verlegt der Künstler Gunter Demnig 10 mal 10 Zentimeter große Pflastersteine mit einer Messingplatte, auf der die biographischen Daten von Verfolgten der Nazidiktatur eingraviert sind. Etwa 45.000 von diesen »« hat er seither in inzwischen 18 europäischen Ländern verlegt. Erinnern möchte der Künstler so an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, »Zigeunern«, politisch Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Behinderten unter dem Faschismus. Die vorbeigehenden Passanten sollen also symbolisch über die Steine »stolpern«, die vor dem letzten freigewählten Wohnort der Verfolgten verlegt werden. Wenn Fußgänger stehen bleiben und die auf Pflastersteinen im Fußweg angebrachten Biographien der Opfer lesen, verbeugen sie sich vor ihnen. So sieht es jedenfalls Gunter Demnig. Doch diese Meinung wird nicht immer geteilt, und so hat Demnigs Kunst- und Erinnerungsprojekt in einigen Städten bisher keine Genehmigung dafür erhalten, die Steine im öffentlichen Raum zu verlegen.

 

Zu diesen Städten gehört bislang Augsburg. Trotzdem hat Demnig am Montagmorgen die ersten beiden Steine verlegt. Sie sind Hans und Anna Adlhoch von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung gewidmet. Die Verlegung erfolgte auf dem Grund der nach den beiden Antifaschisten benannten Stiftung, da dafür keine Zustimmung der Behörden notwendig war.

Im vergangenen Jahr haben mehrere Parteien und Organisationen - unter ihnen die DKP - eine »Stolpersteininitiative« gegründet, um diese Form des Gedenkens auch in Augsburg durchzusetzen, berichtet  Thomas Hacker von der örtlichen VVN-BdA. Zu Jahresbeginn sah es damit zunächst sehr gut aus, heißt es aus der Initiative. »Wir haben einen Antrag formuliert der von allen im Rathaus vertretenen Parteien unterstützt und eingebracht wurde.« Allerdings intervenierte kurz vor der Abstimmung eine Kommunalabgeordnete der Grünen und verhinderte damit die Beschlussfassung. Anlass für sie waren Bedenken, die der Augsburger Rabbi Henry Brandt geäußert hatte. Seiner Ansicht nach werden bei dieser Form des Gedenkens »die Opfer einmal niedergetrampelt«.

»Wir haben uns dann entschlossen, eine Verlegung von zwei Steinen auf privatem, aber öffentlich sichtbarem Grund zu machen«, so Hacker. Zusammen mit der Adlhoch-Stiftung lud man am Montag in die Peutingerstraße 11 ein, dem ehemaligen Wohnhaus der beiden Verfolgten. Hier ermöglichte die Stiftung eine Verlegung vor dem großen Holztor des Hauses.

Harald Munding, einer der Sprecher der Augsburger VVN-BdA, freute sich sichtlich über die Verlegung, an der mehr als 100 Menschen teilgenommen hatten, und betonte, man werde sich weiterhin für eine Genehmigung im öffentlichen Raum einsetzen. Gedenkarbeit müsse in der Öffentlichkeit stattfinden. Auch Politiker aus dem Stadtrat waren bei der Verlegung anwesend – die Initiatoren hoffen, dass dies die Genehmigung weiterer Steinverlegungen nun beschleunigen wird.

Übernommen von RedGlobe

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